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Industrie erleben: Vom Brachland zur Seenlandschaft

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Vergangenheit:
Mehr als 150 Jahre haben Bergbau und Kohleproduktion die Lausitz geprägt und der Region ein industrielles Gesicht gegeben. Lange Zeit bedeuteten die Werkshallen der verschiedenen Industrien, die sich hier rund um die Kohle ansiedelten, für die Menschen mehr als nur Lohn und Brot.

By Nora Bröhan und Angelique Bresch, Studentinnen Tourismus- und Eventmanagement

Heutzutage befindet sich das Lausitzer Seenland in einem Transformationsprozess, es ist sozusagen eine Zwischenlandschaft. Nachdem die meisten Abbaustätten von Braunkohle geschlossen wurden, entstand ein Arbeitsplatzmangel und somit eine hohe Arbeitslosigkeit. Aus diesem Grund entschlossen sich viele Anwohner in andere Ballungsgebiete umzusiedeln.

Das Lausitzer Seenland soll nicht nur für Touristen attraktiv gestaltet werden, sondern auch Neuansiedlungen fördern. Durch viele Freizeitmöglichkeiten sollen vor allem junge Familien wieder in der Region aufgenommen werden.

Auf dem brachliegenden Gelände soll im Zuge der landschaftlichen Wiederaufbereitung eine Seenlandschaft entstehen.
Anhand unserer besuchten Stationen, lies sich der Transformationsprozess in der Zwischenlandschaft darstellen.

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“Das Fenster zum Tagebau” in Welzow ermöglicht den Besuchern ein Einblick in die Herstellung der Braunkohle und in die Industriekultur. Man erlebt wie seit mehr als 150 Jahren in dieser Region Bergbau betrieben wurde. Sozusagen ein Blick in die Vergangenheit. Das Braunkohlegebiet in Welzow wird nur noch bis 2040 in Betrieb sein.

Die stillgelegte Förderbrücke “F60” in  Lichterfeld-Schacksdorf bietet den Besuchern eine Möglichkeit, die industriellen Technologien der Braunkohleförderung kennenzulernen. Die “F60” wurde im Zuge des Transformationsprozesses zu einem Besucherzentrum für Touristen umgebaut. Auf dem Gelände finden neben den Führungen eigene Veranstaltungen sowie Konzerte, Festivals und Outdoor-aktivitäten statt.

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Der Transformationsprozess, welcher einen spannungsvollen Widerspruch von Natur und Industrie darstellt, soll durch die IBA inszeniert werden.

Die “IBA – Internationale Bauausstellung” setzt Impulse im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich, um aus einer bereits ungenutzten Destination, eine neue Wertschöpfung zu erlangen. Durch Maßnahmen der “IBA” wurden Baulandschaften geflutet, wodurch neue (bisher oft sehr saure) Seen entstanden sind. Auch die Bevölkerung wurde in diesen Wandel integriert, indem viele, neue Arbeitsplätze entstanden sind. Nach anfänglicher Skepsis konnten auch diese, mit Hilfe von positiven Argumenten, vom Wandel der Lausitz überzeugt werden.

Mit Hilfe von neuen, innovativen und effizienten Bauten sowie touristischen Maßnahmen entsteht eine zwischenzeitlich attraktive Seenlandschaft. Schwimmende Appartements, attraktive Aussichtpunkte und die Verbindung von Tourismus und Industrie lässt das Gebiet ansprechend und anziehend wirken.

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Diese momentane Zwischenlandschaft besteht bis 2020. Ab diesem Jahr sollen alle 25 Seen geflutet sein und dieselben Besucherzahlen wie im benachbarten Spreewald (1,5 Millionen) erreicht werden.
Der Transformationsprozess der Lausitzer Zwischenlandschaft ist damit abgeschlossen und die Lausitzer Seenlandschaft als touristische Destination und verlockender Lebensraum angesehen.

Bericht_Nora

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